Besuch der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen am Internationalen Holocaust-Gedenktag

Am 27. Januar 2025, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, besuchten Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen der Oberschule Brandenburg Nord die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Exkursion wurde von sechs Lehrkräften begleitet und hatte das Ziel, die Lernenden für die Gräueltaten des Nationalsozialismus zu sensibilisieren und ein tieferes Verständnis der deutschen Geschichte zu vermitteln.
Der Besuch begann mit einer Einführung durch die begleitenden Lehrkräfte, bevor die Schüler die Möglichkeit hatten, die Gedenkstätte eigenständig mit Hilfe eines Audioguides zu erkunden. Sie besichtigten den Appellplatz, an dem die Häftlinge täglich stundenlang antreten mussten, den Hinrichtungsplatz, der die brutale Realität der systematischen Ermordungen verdeutlichte, sowie die verbliebenen Baracken, die die bedrückenden Lebensbedingungen der Häftlinge veranschaulichten. Auch der Zellentrakt, in dem Häftlinge unter besonders harten Bedingungen eingesperrt waren, wurde erkundet. Außerdem waren die Wäscherei und die Küche, die zentrale Elemente des Lageralltags waren, ein Bestandteil des Rundgangs.
Besondere Aufmerksamkeit galt auch dem Obelisken, der zum Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers errichtet wurde, sowie den Wachtürmen, die als Symbol der Überwachung und Unterdrückung allgegenwärtig waren.
Die Schüler arbeiteten während des Besuchs mit einem speziell vorbereiteten Arbeitsblatt, das ihnen half, die Eindrücke und Informationen vor Ort gezielt zu verarbeiten. Zum Abschluss des Besuchs hielten die Schüler und Lehrkräfte gemeinsam eine Schweigeminute ab, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Als Zeichen der Erinnerung und des Respekts legten die Schüler Blumen nieder, was einen emotionalen Höhepunkt der Exkursion darstellte.
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen war für alle Beteiligten eine eindrückliche und lehrreiche Erfahrung, die die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung in der heutigen Gesellschaft verdeutlichte.
Rolf Kolasch
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